Tage herunter zählen ist ja gerade groß in Mode. Egal ob es jene bis zum Ende des Lockdowns, die bis Weihnachten oder ernstere Tage, wie die 16 Tage gegen Gewalt sind, die am 25. November starten.

Man nehme den Internationalen Tag der Menschrechte am 10. Dezember und "ziehe" davon den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November ab. Heraus kommen 16 Tage und damit eine weltweite Kampagne, in der leider immer noch auf die (sexualisierte) Gewalt an Frauen und Mädchen hingewiesen werden muss. Auch und vor allem in einem Jahr, in der sich das Leben dank Corona (viel) zu Hause in den eigenen vier Wänden abspielt.

20% von Gewalt betroffen

Seit 1992 nimmt Österreich an der weltweiten Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ teil und setzt damit ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Wie wichtig die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zu diesem Thema auch in Österreich 2020 immer noch ist, zeigen die Statistiken: 20 Prozent aller österreichischen Frauen ab 15 Jahren waren bereits von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. 35 Prozent aller Frauen in Österreich wurden bereits sexuell belästigt.

Gewaltschutz-Gipfel

Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Gewalt" werden sich Politik, zivile Frauenorganisationen und Polizei  zu Herausforderungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation austauschen, hieß es im Vorfeld des Gewaltschutz-Gipfels, der Anfang dieser Woche statt findet. Das Motto: "Hinschauen, wo man noch besser werden kann und muss": Frauenministerin Susanne Raab und Innenminister Karl Nehammer betonten vor Beginn des Meetings, Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder sei in vielen Haushalten traurige Realität. "Das kann keine Privatsache sein."

Öffentliche Gebäude ganz orange

Ein weithin sichtbares Zeichen wird im Rahmen der tägigen UN-Kampagne „Orange the World“ gesetzt: 160 öffentliche Gebäude in Österreich erstrahlen dann nämlich in Orange, um so Gewalt an Frauen und Mädchen sichtbar zu machen.  In Vorarlberg beteiligen sich 28 Gebäude, die orange beleuchtet oder eine „Orange the World“-Fahne hissen werden. In Dornbirn sind dies die Kirche St. Martin,  die Evangelische Kirche, die Vorarlberger Ärztekammer, die Mevlana Moschee und die FH. In Hohenems machen die Kirchen St. Karl und St. Konrad, der Palast, das Jüdische Museum, der Salomon Sulzer Saal und die Burgruine Alt-Ems mit, in Lustenau der Blaue Platz und die Süleymaniye Moschee.